Show me - don’t tell, make me care!

Die Kraft des Storytelling wird im Medium Film besonders deutlich

Filme eignen sich nicht nur aufgrund der Beliebtheit von YouTube ausgezeichnet, um Geschichten von Unternehmen zu erzählen - im Film lassen sich komplexe Zusammenhänge einfach darstellen. Für das Marketing von Unternehmen ist Film eine wunderbare Methode, um Wissen und Informationen über eine Marke zu kommunizieren.

Informationen, die in gute Geschichten verpackt sind, regen im Gehirn über das limbische Gehirn (Emotionen) die unterschiedlichsten Gehirnreale an, was zu einem fulminanten Gesamterlebnis führt. Deshalb ist Storytelling im Marketing so wichtig geworden.

das limbische Gehirn

Warum spielt Film im Marketing eine zunehmend größere Rolle?

Das Besondere am Medium Film/Video ist die Umsetzung der Geschichte mittels bewegter Bilder, verschiedener Einstellungsgrößen, Möglichkeiten des Schnitts unter Einbeziehung von Ton und Musik.

Videos werden auf Facebook 12 x öfter geteilt als Links und Textnachrichten zusammen (Hubspot)

Welche Aufgabe hat das Storytelling im Medium Film?

Die technischen Möglichkeiten scheinen schier unerschöpflich und die Gefahr, dabei das Storytelling zu vernachlässigen, ist groß. Deshalb gibt es auch so viele Videos, die einen Gedanken auswalzen und von jeder möglichen Einstellungsperspektive zeigen, denen aber die Aussage oder ein tieferer Sinn fehlen.

So hart es auch klingt:

Faszinierende Bilder ohne eine Dramaturgie und das Wissen darum, was genau man erzählen will, hinterlassen beim Zuschauer letztendlich einen schalen Nachgeschmack und laufen ins Leere.

Das richtige Storytelling ist die Hauptherausforderung

Folgende Fragen helfen dabei, eine gute Story für ein Filmprojekt zu entwickeln.

  • Was will ich erzählen?
  • Was ist meine Motivation?
  • Was soll erreicht werden?

Sind Motivation und das Ziel klar und Überlegungen angestellt, welches Medium sich für diese Geschichte am besten eignet, kann es losgehen mit der Umsetzung, sprich mit der Entwicklung des Storytelling.

Auch für den Schritt der konkreten Umsetzung lässt sich mit Hilfe eines Fragenkatalogs die Roadmap ermitteln:

  • Welcher Typ von Geschichte ist passend für mein Ziel?
  • Wer oder was ist der Held meiner Geschichte und was ist ihr Ziel? (Das Produkt, ihre Firma, eine MitarbeiterIn, die Gründer, ein Nutzer, der Bürohund, die Putzkraft)
    Kleiner Tipp: das Ziel /der Wunsch sollte die Hauptfigur aus ihrer Komfortzone rauskatapultieren.
    Ist die Hauptfigur bekannt, stellt sich die nächste Frage.
  • Was soll mit der Hauptfigur am Ende des Film passiert sein?

So ist durch Anfang und Ende der Rahmen gesetzt, sprich der rote Faden gefunden.

Jetzt wird die Geschichte befüllt mit Hindernissen und Herausforderungen und überraschenden Wendungen. Die Konflikte treiben die Geschichte voran und erfüllen sie mit Spannung und Leben.

Eine gute Geschichte, gutes Storytelling braucht diese drei Elemente:

1. die Hauptfigur, die etwas will
2. auf Komplikationen stößt und in Konflikt gerät
3. und eine plausible und zugleich überraschende Lösung findet.

Diese Elemente wollen wir mit euch in unserem “Storytelling für Unternehmen“ am 17.10.17 anhand von konkreten Beispielen entwickeln. Übrigens nicht nur für das Medium Film: An diesem Abend wird auch Storytelling in Text und Bild, digitales Storytelling und der Einsatz von Storytelling im Employer Branding Thema sein. 

Nachtrag: Fotos vom Event sowie die Präsentation des Impulsvortrags sind hier zu finden.