Employer Branding: Strategie schafft Zukunft

Employer Branding macht attraktive Arbeitgeber sichtbar und fördert zugleich die Unternehmensentwicklung. 

Employer Branding als wichtiger Baustein für die Zukunft Ihres Unternehmens. 

Employer Branding, also die Prägung einer Arbeitgebermarke, gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Auf den ersten Blick geht es bei Employer Branding vor allem um die Gewinnung begehrter Fachkräfte, es scheint also vor allem für Personalmarketing und Recruiting relevant zu sein. 

Das HR-Magazin Human Resources Manager wird da schon genauer: "Der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke soll helfen, die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und für eine hohe Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber zu sorgen."

Die Wirkung von gutem Employer Branding ist also wesentlich weitreichender: Eine gute Arbeitgebermarke wirkt positiv auf die Mitarbeiterbindung, die Leistungsbereitschaft und das Betriebsklima insgesamt. Damit beeinflusst Employer Branding indirekt auch das Geschäftsergebnis und den Markenwert. 

Employer Branding: Chance und Aufgabe für das gesamte Unternehmen 

Um diese umfassende Wirkung von Employer Branding zu erreichen, braucht es ein klares Comittment der Führung und die Beteiligung aller Hierarchiestufen. Die Einbindung der Mitarbeiter birgt dabei auch die ganz spezielle Chance, echte Markenbotschafter aufzubauen. Damit dies gelingt, braucht es

  1. Klarheit über die Relevanz des Themas bei allen Beteiligten
  2. Ressourcen für die strategische Planung und die operative Maßnahmen
  3. die Bereitschaft, Arbeitsstrukturen weiterzuentwickeln
  4. die Verständigung auf gemeinsame Werte, die täglich gelebt werden

 

Fragen, die im Employer Branding wichtig sind

Von Bedeutung für ein gutes Employer Branding sind Fragen, die ergründen, wofür das Unternehmen im Kern steht und was es einzigartig macht. Hinzu kommen Fragen, die klären, was das konkrete Versprechen an (zukünftige) Mitarbeiter ist. Dazu einige Beispiele 

  • Welches Image als Arbeitgeber haben wir im Moment? 
  • Was sind die Stärken unserer Wettbewerber um Mitarbeiter? Wie stellen diese sich als attraktiver Arbeitgeber dar? 
  • Was ist die Identität unseres Unternehmens?
  • Welche Werte teilen und leben wir? 
  • Welche Werthaltigkeit und Attraktivität haben unsere Produkte bzw. Dienstleistungen?
  • Was sind unsere Stärken als Arbeitgeber? Was können wir konkret bzgl. Gehalt, Attraktivität der Marke, Karrierechancen und Sinn anbieten? 
  • Was zeichnet unsere Unternehmenskultur aus? 
  • Welche Bedürfnisse und Anforderungen haben potentielle Arbeitnehmer, die wir für die einzelnen Arbeitsbereiche suchen?
  • Wie glaubwürdig ist unsere Arbeitgebermarke?

Wertvolle Unterstützung bei der Beantwortung dieser Fragen können die PS-Methode und Design Thinking leisten.

Employer Branding, Verantwortung und Unternehmenskultur 

Wie wichtig verantwortliches Unternehmertum und eine konsequente Führungs- und Unternehmenskultur für die Glaubwürdigkeit einer Arbeitgebermarke ist, erlebt derzeit die Automobilindustrie. Das Magazin t3n berichtet: "Volkswagen spürt immer noch die Nachwirkungen der Diesel-Affäre und hat in nur drei Jahren die Hälfte seiner Bewerber verloren." Was hier sicherlich noch hinzukommt ist, dass das Auto als Statussymbol langsam ausgedient hat und VW bislang keine Antwort darauf gibt, wie es die Zukunft von Mobilität nachhaltig gestalten will.

Employer Branding, Stellenanzeigen, Betriebsklima und Gehaltswunsch

Die aktuelle Studie "Attraktive Jobs", für die über 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung befragt wurden kommt zu Ergebnissen, die Unternehmen gute Ansatzpunkte für ihr Employer Branding bieten:  

  1. Nur acht Prozent der Befragten finden aktuelle Stellenausschreibungen sehr überzeugend. Woran das liegen kann, analysiert t3n im Detail. Hier punkten Unternehmen, die konkrete Aussagen zu Vertragsbedingungen, Arbeitszeitmodellen und besonderen Leistungen treffen, statt Worthülsen und Phrasen zu verwenden. Der Einsatz von authentischen Bildern und die klare Vermittlung der gelebten Werte kommt ebenfalls gut an. Ein inspirierendes Beispiel für gelungenes Personalmarketing liefert die Hamburger Hochbahn
     
  2. "Nehmen Fachkräfte das Arbeitsklima als schlecht wahr, steigt die Relevanz einer hohen Vergütung um das Dreifache an und verdrängt sogar den sicheren Arbeitsplatz vom ersten Platz. Auch die Wichtigkeit der Aufstiegschancen steigt unter diesen Voraussetzungen im Ranking signifikant an." berichtet haufe.de

 

Employer Branding, Gemeinschaftsgefühl und Sinn 

Employer Branding - der Sinn macht attraktiv

Das Gefühl, ein wertvoller Teil eines Teams zu sein, entsteht nicht nur am Kickertisch und durch Teamevents. Wirklich dauerhaft verbindend und motivierend wirkt ein gemeinsamer Sinn und geteilte konkret formulierte Werte. Sie sind die Grundlage dafür, vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können.

Dies wird mit dem Fortschreiten der Digitalisierung immer wichtiger, weil die Aufgaben deutlich weniger als bisher gemeinsam an einem Ort erledigt werden und Entscheidungen schneller getroffen werden müssen und zugleich komplexer werden. Gemeinsame Werte wirken als Kompass, an dem sich alle orientieren können.

Die Kommunikation dieser gelebten Werte im Personalmarketing eröffnet die Chance, genau die Mitarbeiter zu gewinnen, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch genau diese Werte leben.

Wie wir in unserem eigenen Unternehmen gemeinsame Werte entwickelt haben und unsere Kunden dabei begleiten, ihre Werte zu finden und einzusetzen, erfahren Sie in diesem Artikel.  
Echte und gelebte Werte bilden das Fundament für die Entwicklung von Unternehmenskultur und Kommunikation. Von der Prägung einer attraktiven Arbeitgebermarke bis zum Marketing für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Gegebenenfalls sind sie natürlich auch eine wertvolle Basis für den Relaunch des Corporate Design und seiner Anwendungen: Online und auf Papier. Von der Visitenkarte über die Webseite bis zum Social Media Strategie. 

Das Erfolgsrezept im Employer Branding

Gutes Employer Branding überzeugt - ohne zu übertreiben. Das meint: Die gelebte Unternehmenskultur in möglichst griffige Botschaften übersetzen und mit Bildern anreichern, die Aufmerksamkeit erzeugen. Konkrete Perspektiven in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern aufzeigen und mit der übergeordneten „Mission“ des Unternehmens, mit seinem Sinn in Verbindung setzen.

Achtung - wie immer im Marketing gilt: gefakte Eigenschaften oder Leistungen können kontraproduktiv als "Sugar Coating" wirken. Denn wirklich attraktiv ist nur der Arbeitgeber, dessen Employer Branding auch glaubwürdig ist. Nur dann kann Vertrauen entstehen. 

Falls sich dabei ein interner Entwicklungsbedarf offenbart, ist es außerordentlich empfehlenswert, umgehend und genau hier anzusetzen. Dieser Prozess braucht Zeit, Ausdauer und Energie. Das lohnt sich für alle Unternehmen, die Wachstumschancen nutzen und auch in unsicheren Zeiten auf ein starkes Team zählen wollen, in dem alle ihre Intelligenz und Kreativität für das gemeinsame Ziel einsetzen. 

Statt "fake it, until you make it" empfehlen wir deshalb "evolve it and you can make it".
Gerne begleiten wir Sie mit unserer Erfahrung und unserer Kreativität auf diesem Weg! 

Alle Blogartikel zum Thema Employer Branding finden Sie hier