Corporate Culture: Wertschätzung ist die Basis guter Führung

Die Unternehmenskultur ist der USP der Zukunft.

Eine Unternehmenskultur sollte immer intelligenter sein als die Mitarbeiter. Meist ist das Gegenteil der Fall, es gilt eher „gemeinsam sind wir blöd“, wie Fritz B. Simon in seinem Buch darstellt. Die Mitarbeiter haben viele gute Ideen, wie man das Miteinander verbessern könnte, aber werden von den Gepflogenheiten dumm gehalten und passen sich entsprechend an. Die Mängel sind offensichtlich, aber die Strukturen zu erstarrt, um das naheliegende auch zu tun. Meist ist das ein Führungsproblem. Denn wie man eine Unternehmenskultur aufbaut und pflegt hat kaum ein Unternehmer gelernt. Um das zu lernen, ist es wichtig eine Absicht zu haben und sich bewusst zu werden, welche Werte man etablieren möchte. Eine intelligente Unternehmenskultur, die auf Werten aufbaut, ist den Mitarbeitern immer ein wenig voraus und ermöglicht es ihnen in ihren Stärken zu sein. Sie wird zu einem unterstützenden Führungsinstrument. Wenn Mitarbeiter mit einer positiven Grundhaltung über das Unternehmen berichten, sind sie die optimalen Multiplikatoren.

Auch Unternehmenskulturen lassen sich typisieren

Für die Darstellung des Werteraumes bezogen auf die Unternehmenskultur wurden die Begriffe wieder angepasst. Auch hier gilt wieder wie in allen Werteräumen, dass sich Gegenteile gegenüberliegen. In dem Fall wurden vier Kulturausrichtungen zur Verdeutlichung eingeführt. Diese Differenzierungsmöglichkeiten je nach Betrachtung, werden auf den nächsten Seiten noch ergänzt. Alle Werteräume und Wertetargets in diesem Buch folgen der gleichen Logik und bauen aufeinander auf. Da auch jede Unternehmenskultur auf gemeinsamen Wertvorstellungen basiert, lassen sich auch diese gut mit dem Wertetarget differenzieren. Die Werte in dem Target sind entsprechend angepasst, folgen aber der Logik und dem gleichen Aufbau wie auch die anderen Wertetargets. Je nach Unternehmen gibt es andere unausgesprochene Abmachungen und Regeln oder auch formulierte Ziele und Wertevereinbarungen. Es hilft die Prinzipien der Zusammenarbeit gemeinsam zu erarbeiten und zu formulieren.

Wertetarget

Wie Mitarbeiter über das Unternehmen fühlen

Das Selbstbild und die innere Haltung der Mitarbeiter, werden durch die Unternehmenskultur geprägt. Kommt ein Mitarbeiter nur des Geldes wegen, macht er stumpf seine Arbeit oder kennt er die Mission des Unternehmens und fühlt sich mit dieser emotional verbunden?

Unternehmen mit etabliertem Wertesystem kommunizieren einheitlich. Wer seine Werte und seine Positionierung definiert hat, ist besser im Design. Mit emotionalen Landkarten aus dem Neuromarketing lassen sich ganze Landschaften an Werten in Unternehmen identifizieren. Auf dieser Basis können auch neue Mitarbeiter schnell verstehen, wie im Alltag am Telefon, bei Anfragen, auf Events oder bei allen Kundenkontakten das Unternehmen vertreten werden kann. Sind Verhalten und Wertesysteme als Corporate Culture strategisch aufgebaut, kann auch das Corporate Design mit Sprache, Bild, Tonalität, in die gleiche Richtung steuern. Corporate Design und Corporate Culture, sind die Schlüsselelemente einer erfolgreichen Unternehmensidentität. Diese wird über Wertekommunikation etabliert.

Die innere Haltung

Die Unternehmenskultur entscheidet auch über die innere Haltung der Mitarbeiter. Passen deren Werte nicht zu der Unternehmenskultur, gehen viele Mitarbeiter in die innere Kündigung. Hauptursache ist meist fehlende Wertschätzung und der Führungsstil des Vorgesetzten. Die Führungskraft ist immer noch einer der Hauptkündigungsgründe. Ein Prozess, der die Werte der Unternehmenskultur zum Thema hat, kann solche Entwicklungen verhindern.

Was ist das unausgesprochene Motto in Ihrem Unternehmen?

Mottos

Werte entdecken und entwickeln

Teambesprechungen, Ansprachen der Geschäftsführung und Firmenfeiern machen die Eigenschaften einer Unternehmenskultur schnell offensichtlich. Die Wertekommunikation zeigt, wo man steht. Die Schlagwörter verdeutlichen schnell, wo die eigene Unternehmenskultur stärker ausgeprägt ist und wo weniger.

Wie lobt man einander? Wie wird in der Kaffeepause miteinander kommuniziert? Was sind die Stärken der Teams? Wie redet man vor anderen über die eigenen Kollegen? Passt die Unternehmenskultur zur Positionierung der Unternehmensmarke? Wenn nein, welche Impulse und Anregungen aus welchem Bereich braucht es?

Es ist gut sich über die Werte im Unternehmen zu verständigen und diese schriftlich gemeinsam zu formulieren.

Unternehmenskultur Eigenschaften

Typische Branchen und ihre Unternehmenskulturtypen

Durch den demografischen Wandel ist jedes Unternehmen gefordert sich um die Attraktivität ihrer Unternehmenskultur zu kümmern. Die Verortung der Werte hilft die eigene Unternehmenskultur strategisch auszurichten. In großen Firmen oder nach Fusionen kommt es oft vor, dass Abteilungen unterschiedliche Kulturtypen haben und sich daher nicht verstehen. Die Bewusstwerdung darüber ist der erste Schritt zur positiven Veränderung.

Kulturtypen

Bedürfnisbereiche in Unternehmen

Die „6 Human Needs“, wie sie der Motivationstrainer Tony Robbins beschreibt, gelten auch für die unterschiedlichen Typen von Unternehmenskulturen. Sie sind die Treiber hinter dem Wunsch nach Wandel. Während die einen ständig auf der Such nach Wandel sind, wollen sich andere nur dann verändern, wenn Missstimmung herrscht. Anderen ist die Stimmung egal, Hauptsache der Output stimmt. Je nach Kulturtyp, ist die Blickrichtung für die Lösung eine andere, mal in Richtung Zukunft gewandt, mal eher vergangenheitsorientiert.

Wandel

Die Wertearbeit nach innen ist ein wichtiger Erfolgsbaustein für jedes Unternehmen. Auch Unternehmenskulturen lassen sich anhand ihrer gelebten Werte typisieren. Die Wertekommunikation gibt hier Hilfestellung bei der strategischen Ausrichtung und hilft eigene Stärken zu entdecken und gezielt zu fördern. Die Unternehmenskultur ist der USP der Zukunft.